26. Februar 2020 · Kommentare deaktiviert für KLIMAFASTEN · Kategorien: Allgemein

Fastenaktion für Klimaschutz & Klimagerechtigkeit:
„So viel Du brauchst…“

Von Aschermittwoch bis Ostersonntag möchten wir uns als Evangelische Kirchengemeinde in ökumenischer Zusammenarbeit mit der Kath. Kirchengemeinde MarGot an der diesjährigen Aktion zum Klimafasten beteiligen und gemeinsam bewusst Verzicht üben. Der Klimawandel gefährdet bereits jetzt schon die Lebensgrundlagen zahlreicher Menschen, Tiere sowie Pflanzen und verursacht viel Leid. Wir möchten Sie deshalb alle herzlich einladen, die diesjährigen Fastentage bewusster und klimafreundlicher zu leben mit Hilfe wöchentlicher Anregungen für Sie zu Hause und in der Gemeinschaft vor Ort.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann nehmen Sie gerne an unseren Veranstaltungen vor Ort teil! Weitere Informationen zur Klimafasten-Aktion erfahren Sie auch hier: www.klimafasten.de

6. Woche Klimafasten:

EINE WOCHE ZEIT ………………für ein plastikfreies Leben


Auch wenn uns in diesen Tagen die gewohnte Normalität abhandengekommen ist und unsere Gedanken und Sorgen rund um die Infektionen mit dem Corona-Virus und dessen Auswirkungen kreisen, wollen wir dennoch einen Moment innehalten und dem Klimafasten auch in dieser Woche ein wenig Raum in unserem neuen Alltag einräumen:
Kunststoffe sind allgegenwärtig und haben unser Leben revolutioniert. Kein Wunder, denn kein anderes Material ist so vielfältig einsetzbar, so langlebig, leicht und formbar wie Plastik. Schätzungsweise wurden seit 1950 davon 8,3 Mrd. t produziert. Für manche Produkte ist es unersetzlich. Der überwiegende Anteil wird jedoch für sehr kurzlebige Verpackungen verwendet. Und jeder Deutsche produziert dadurch jährlich etwa 38 kg Plastikverpackungsmüll.
IN DIESER WOCHE… (oder dann, wenn es die äußeren Umstände wieder zulassen)
sehe ich nach, wie viel Plastikmüll in der letzten Woche angefallen ist. Welche Verpackung ärgert mich besonders?

  • versuche ich, möglichst plastikarm einzukaufen: Obst, Gemüse, Brot und Brötchen werden von mir in Baumwollsäckchen eingepackt.
  • verschaffe ich mir einen Überblick über unnötiges Plastik in meinem Alltag und ersetze es: Mehrweg- statt Plastikstrohhalm, Wachstuch statt Frischhaltefolie, es gibt zahlreiche Alternativen.
  • sammle ich den Plastikmüll erneut und verschaffe mir am Ende der Woche einen Überblick darüber, wie groß oder klein der Müllberg trotz meiner Bemühungen geworden ist: Auf was konnte ich leicht verzichten? Welche Umstellung funktionierte nicht oder nur eingeschränkt?
  • recherchiere ich im Internet nach Anregungen für ein plastikfreies Leben, z.B. unter https://utopia.de/umweltschutz/.

„Abgesehen von der kleinen Menge, die verbrannt wurde – und es ist eine
sehr kleine Menge – gibt es jedes Stück Plastik, das jemals hergestellt wurde immer noch.“
Charles Moore, Ozeanograph und Entdecker des großen Plastikmüllstrudels im Pazifik, der 4,5-mal so groß ist wie Deutschland.